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Testbericht: Cougar A400

Einleitung

Nachdem wir zuletzt ein höchsteffizientes Netzteil mit einer 80+ Gold Zertifizierung in unserem Testlabor hatten, betrachten wir in diesem Testbericht das Cougar A400, welches sich mit einer 80+ Bronze Zertifizierung in den heiß umkämpften Markt in dieser Effizienzklasse begibt. Kann sich das Netzteil durch gute Qualität von der Konkurrenz absetzen? Mit einem Vergleich zu anderen Netzteilen mit einer ähnlichen und verschiedenen Effizienz werden wir die Sparsamkeit des Netzteils begutachten. Außerdem werden wir auch auf die Geräuschentwicklung und die Kühleigenschaften eingehen. Als Abschluss werden wir im Fazit über eine Empfehlung debattieren.

Verpackung

Das Netzteil sowie dessen Zubehör werden in einer Verpackung mit quadratischer Front- und Rückseite dargeboten. Diese sowie auch die restlichen Seiten sind in Schwarz gehalten. Herausstechend ist dabei die orangene Schriftfarbe für "Cougar" und "400W", sodass diese Begriffe sofort ersichtlich sind und erkannt werden. Desweiteren sind auf der Vorderseite auch noch vier Attribute gezeigt, wie die dreijährige Garantie sowie die CrossFire und SLI Fähigkeit als auch ein "AMD Game! Ready"-Emblem. Betrachten wir uns die linke schmale Seite, so finden wir wesentliche Features des Netzteils mit Piktogrammen und deren Beschriftung vor. Dazu zählen zum Beispiel die Nutzung von japanischen Kondensatoren sowie der Einsatz eines 120mm-Lüfters sowie einer hohen erreichbaren Effizienz. Weiter geht es mit der Rückseite der Verpackung. Diese bietet uns in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch die wesentlichen Fakten, die bedeutend für das Netzteil sind. Zudem gibt es eine Übersicht zu der Anzahl der Kabel für die vier verschiedenen Leistungsklassen der A-Serie von Cougar. Ebenso finden sich Spezifikationen zu den Spannungen und Stromstärken auf den jeweiligen Leitungen an.

Lieferumfang

Sonstiges

Nachdem wir die Verpackung geöffnet hatten, offenbarte sich der im Bild oben ersichtliche Lieferumfang. Gut gepolstert entnahmen wir das in Schwarz gehaltene Cougar-Netzteil. Weiterhin bargen wir das obligatorische Kaltgerätekabel sowie auch vier Befestigungsschrauben und eine Gebrauchsanweisung. Insgesamt fanden wir also die normale Grundzusammenstellung vor.

Das Netzteil

Das in elegantem Schwarz lackierte Netzteil hat ein solides Gehäuse, welches durch seine Schlichtheit dennoch Stil hat. An der einen Seite befinden sich sieben kleine Lüftungsschlitze für eine zusätzliche Belüftung der inneren Komponenten. Weiterhin zeigt uns die danebenliegende Seite die Spezifikationen des Netzteils sowie dessen Name und das Effizienz-Siegel. Dieser Aufkleber ist hauptsächlich in Orange und Schwarz gehalten.
Weiter geht es mit der Gehäuseoberseite. Diese besitzt wie die meisten Netzteilgehäuse das Gitter für den darunter befindlichen Lüfter. Dieses ist ebenfalls schwarz und besteht aus kreisförmigen Metallstangen, die im Radius nach innen hin kleiner werden. Dahinter befindet sich der Cougar-Lüfter mit einem Cougar-Emblem in der Mitte. Der Lüfter selbst ist schwarz gefärbt.
Die Gehäuseseite, die zur PC-Gehäuse Rückseite zeigt, hat wie üblich den Kaltgeräteanschluss sowie den On/Off-Schalter. Weiterhin bietet die Seite rechts daneben eine ins Metall eingravierte Cougar-Schrift mit Cougar-Logo. Weitere Besonderheiten und Impressionen können den untenstehenden Bildern entnommen werden.

Spezifikationen

Leistung

Anhand der Bezeichnung des Netzteils Cougar A400 können wir bereits die maximale Leistungsausgabe von 400W entnehmen, dies wird uns noch einmal durch die Verpackung und durch die obrige Tabelle bestätigt. Hierbei liegen die üblichen 3,3 Volt vor, welche mit 24 Ampere versorgt werden sowie die 5 Volt, die mit 15 Ampere betrieben werden. Weiterhin gibt es für die Stromversorgung der Grafikkarte zwei 12V-Schienen, die jeweils mit einer Stromstärke von 20 Ampere auskommen. Dies ist in Anbetracht der Leistungsklasse völlig ausreichend. Insgesamt werden so für die Grafikkarte 384 Watt maximal zur Verfügung gestellt, was bei einer genügend sein sollte. Ebenso kann ein High-End-Prozessor durch eine maximale Leistungsausgabe von 120W bei den 3,3V und 5V Leitungen versorgt werden. Weitere Spezifikationen können der obrigen Grafik entnommen werden.

Anschlüsse

Da das Cougar A400 kein modulares Netzteil ist, sind hier alle Kabel fest integriert und fest installiert. Somit kommt es unter Umständen zu mehr Kabelgewirr im Gehäuse, da in den meisten Fällen garnicht alle Kabel benötigt werden.

Kabel

Die Kabel des Netzteils fanden unter einer Papp-Abdeckung Platz. Zum gewöhnlichen Repertoire gehört natürlich ein Mainboard-Stromversogungskabel mit 20+4pin Anschluss. Dieses hat eine Länge von 48cm, was wir für ein Netzteil dieser Preisklasse als ordentlich dimensioniert empfinden. Jedoch wird man hier eventuell Probleme mit einem Big-Tower haben. Weiterhin ist ein 4+4pin CPU-Stromkabel ebenfalls mit von der Partie und mit einer Länge von 52cm ebenso recht kurz dimensioniert wie das Mainboadkabel. Für die Versorgung der Grafikkarte(n) bietet uns das Cougar A400 zwei 6pin Stromkabel, die mit einmal 51cm und einmal 41cm für den Normalgebrauch ausreichend lang sind. Hierbei gilt zu beachten, dass damit keine High-End-Grafikkarten, die einen 6pin und einen 8pin Anschluss haben, betrieben werden können. Jedoch ist dieses Netzteil auch nicht für diese Gruppe von Verbrauchern gedacht, sondern für Middle-End-User.
Desweiteren gibt es natürlich auch den Bereich der Peripherie-Kabel. Bei diesem gibt es nur zwei große Kabelstränge. Der eine besitzt 2 SATA-, 2 Molex- und einen Floppy-Anschluss, wobei der Abstand vom Netzteil bis zum ersten SATA-Anschluss 52cm beträgt und die weiteren Teilstücke mit jeweils 13cm Länge auskommen. Da in den meisten Fällen der SATA-Anschluss den Molex-Anschluss langsam ersetzt, bietet das Cougar A400 auch noch einen Strang mit 4 SATA- und einem Molex-Anschluss an. Hierbei sind wieder die gleichen Abstände wie zuvor zu verzeichnen.
Insgesamt bietet sich uns ein solides Bild vom Kabelumfang des Netzteils. Jedoch sticht Cougar nicht durch besonders viele oder lange Kabel hervor, sondern behält eine ausreichende Grundausstattung bei. Zur Veranschaulichung der Thematik soll diese Tabelle als Übersicht dienen.
Kabel für... Mainboard CPU Grafikkarte Peripherie
Art und Länge 20+4pin
48cm
4+4pin
52cm
2x 6+2pin
51/41cm
  • 2x SATA / 2x Molex / 1x Floppy
    52/13/13/13/13cm
  • 4x SATA / 1x Molex
    52/13/13/13/13cm

Sicherheitsmechanismen

Wie jedes ordentliche und vertrauenswürdige Netzteil bietet auch das Cougar A400 diverse Sicherheitsmechanismen zum Schutz der anderen Computer-Komponenten und des Netzteils selbst an. Dazu gehört ein Überlastungsschutz, ein Überspannungsschutz und Unterspannungsschutz, ein Kurzschluss-Schutz sowie auch ein Überstrom(stärke)schutz.

Komponenten und Technik

Betrachtung

Da wir uns natürlich nicht nur für die äußeren Eigenschaften des Netzteils interessieren, wollen wir nun auch die intern verbauten Komponenten ergründen sowie dessen Qualität und Wirkungsweise. Zu diesem Zweck haben wir das Netzteil geöffnet und ein paar Fotos gemacht, mit denen wir im Folgenden das Innenleben visualisieren wollen.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns sehr bei Soulpain (Planet3DNow!) bedanken, der uns beim Netzteil-Bericht über das Seasonic X-560 tatkräftig unterstützt hat und dessen Wissen wir nun selbst auf das Cougar A400 anwenden.
Wir beginnen bei unserer Betrachtung mit der EMI-Filterung, welche sich im obrigen Bild rechts unten befindet und aus den zwei Spulen sowie dem davor gekoppelten Komponenten sowie dem Netzeingang besteht. Diese soll den netzeilbedingten Störungen entgegenwirken, wobei besonderen Wert auf die elektromagnetische Verträglichkeit gegenüber anderen Geräten gelegt wird. Um diese Komponenten herum sehen wir den Einsatz von hochtemperaturbeständigen Harz. Weiterhin sorgen Kühlrippen für den weiteren Wärmeabtransport.
Betrachten wir uns das Bild weiter, so erkennen wir unten, neben den Spulen der EMI-Filterung, den Leistungsfaktor-Vorregler. Bestandteil von diesem ist unter anderem, neben der PFC-Drossel, die aktiv die Oberwellenschwingungen, die von den Transistoren herrühren, verringert, der bräunlich gefärbte Siebkondensator. Dieser kompensiert kurzzeitige Signalattacken und hilft mit eigens gespeicherter Energie aus. Außerdem säubert er die verbliebene Restwelligkeit, die nach der zuvor durchgeführten Transformation von Wechsel- zu Gleichspannung noch vorhanden ist.
Anschließend wird durch weitere Komponenten, die der Wahrscheinlichkeit nach vermutlich unter den Heatsinks Platz finden, die Gleichspannung wieder zerhackt, wodurch wieder eine Wechselspannung erzeugt wird. Zu erwähnen wäre noch, dass die Platine ebenfalls wie das Gehäuse in Schwarz gehalten wurde.
Weiter geht es mit dem Resonanzwandler, welcher als Bestandteil den Schwingkreis enthält und mit der eben erzeugten Wechselspannung arbeitet. Hier werden Halbwellen mit einer sinusförmigen Art erzeugt. Zudem gibt es auch einen Transformator. Dieser sorgt für die Herabsetzung der Spannung auf die üblichen 12V, 5,5V und 3V.
Zum Schluss sorgen noch Gleichrichter für die Transformation der Wechsel- wieder zu einer Gleichspannung. Außerdem wird die stark schwingende Spannung durch die Elektrolydkondensatoren geglättet. Da wir kein modulares Netzteil vorzuliegen haben, werden alle Kabelstränge und Einzelkabel direkt mit der Platine verbunden.
Hier noch ein paar weitere Bilder zum Innenleben des Netzteils.

Bewertung

Das Netzteil zeigt sich in der Komponentenbetrachtung durchweg grundsolide was die Technik betrifft. Jedoch darf man auch bei einem Netzteil dieser Preisklasse nicht sonderbare Innovationen erwarten. Insbesondere der Einsatz des temperaturbeständigen Harzes wirkt ein wenig unsauber und eher zufällig als gewollt. Dennoch haben wir es hier mit einer deutlich besseren Verarbeitung als in NoName-Netzteilen zu tun. Aber natürlich braucht sich das Netzteil auch nicht gegenüber der Konkurrenz anderer qualitativer Firmen verstecken.

Praxistest

Im Konkurrenzkampf um das beste Netzteil in einer Leistungsklasse suchen wir uns, wie im Netzteiltest zuvor, immer zwei Abkömmlinge aus, die wir im Duell gegeneinander antreten lassen, um die Stärken und Schwächen im Vergleich aufzeigen zu können. So haben wir uns das schon etwas in die Jahre gekommene Enermax Pro82+ 425W ausgesucht, das nun gegen das Cougar A400 400W antreten soll.

Testsystem

Dieses System hat den Stand von Januar - inzwischen wurden Änderungen vorgenommen.
Komponenten Prozessor Mainboard Grafikkarte Arbeitsspeicher
AMD Phenom II X4 955
3,8 Ghz @ 1,5V
ASRock 890GX XFX HD 4870
Overclocked
Corsair CL9 Value Select
PC3-10666
Sonstiges Kühler Festplatte Laufwerk Betriebssystem
Coolink Corator DS
Standardlüfter
HITACHI 500GB HDS721050CLA362 DVD-Laufwerk LG DH16NS30 Windows XP
Service Pack 3

Das Duell

Um die beiden Netzteile miteinander vergleichen zu können, haben wir unser Testsystem so gut wie möglich übertaktet, sodass es dennoch stabil läuft, und haben, um maximale Leistung abzufragen, Prime95 und Furmark parallel laufen lassen. Nachdem die Programme ungefähr fünf Minuten lang liefen, nahmen wir für eine gewisse Zeit eine Aufzeichnung der Leistungsaufnahme vor, bei welcher wir dann Maximal- und Minimalwerte notierten. Weiterhin überprüften wir die Lautstärke des Lüfters sowie die Nebengeräuschentwicklung durch Spulen oder andere Netzteilkomponenten. Außerdem beurteilten wir zudem die Temperatur des Netzteilgehäuses. Folgend ergab sich uns das Ergebnis in einer Tabelle zusammengefasst.
Netzteil Verbrauch Lüfter Nebengeräusche Temperatur
Cougar A400
400W
Max.: 415,7 W
Min.: 411,3 W
Hörbarer Lüfter Kein Spulenfiepen Leichte Wärmeentwicklung
Enermax Pro82+
425W
Max.: 421,1 W
Min.: 416,8 W
Hörbarer Lüfter Extrem leises Spulenfiepen Leichte Wärmeentwicklung

Effizienz

Beim Vergleich der beiden Netzteile erkennen wir bereits einen Unterschied bei der Leistungsaufnahme von 5 bis 6 Watt, wobei das Cougar A400 das effizientere Netzteil von beiden ist. Da beide ein 80+ Bronze Zertifikat besitzen, ist dieser Unterschied eigentlich nur durch die unterschiedlichen maximalen Leistungsausgaben zu erklären. Jedoch müsste demnach das Enermax Pro82+ 425W mit den 25 Watt mehr, wodurch sich der Punkt maximaler Effizienz zugusten des Enermax Netzteils verschiebt, besser als das Cougar A400 dastehen, was es jedoch nicht schafft. Hier zeigt sich wohl der Einsatz hochwertigerer Komponenten und effizienterer Nutzung der gewonnenen Energie beim A400. Man beachte: Das Cougar A400 hat bei einem geringeren Leistungs-Output eine bessere Effizienz - würden beide Netzteile die selbe Ausgabe haben, würde das Duell noch eindeutiger für den Cougar Abkömmling ausfallen.

Kühlung und Lüfter

Sowohl der Cougar-Lüfter als auch der von dem Enermax-Netzteil sind bereits von Beginn an aktiv und kühlen die internen Komponenten unter einer akzeptablen Lautstärke ohne nervige Motor- oder sonstige Nebengeräusche, die vom Lüfter herrühren. Für einen Silent-PC würden die beiden Netzteile demnach nicht umbedingt geeignet sein, jedoch sind sie absolut geeignet für einen recht leisen PC, der bevorzugt auf den Boden steht.
Beide Gehäuse wurden nach dem Belastungstest nur leicht warm, was der großzüzigen Kühlung zuzuschreiben ist.

Nebengeräusche

Während der ganzen Testphase, sowohl unter Last als auch im Ruhebetrieb und auch, als es ausgeschaltet war, konnten wir vom Cougar A400 kein Spulenfiepen vernehmen. Hier zeigt sich wieder der gelungene und qualitative Einsatz der Komponenten und der Technik von Cougar, die uns in der Disziplin "Nebengeräusche" jedes mal aufs neue zeigt, was es bedeutet, von einem Netzteil nichts außer dem Luftrauschen des Lüfters zu vernehmen.
Unser gewählter Konkurrent zum Cougar, das Enermax Pro82+ 425W, erwies sich in dieser Disziplin ebenfalls gut. Es erzeugte nur extrem leises Spulenfiepen, welches im Vergleich zu dem des Enermax Modu87+ 500W noch geringer ausfällt. Insgesamt steht hier der Konkurrent des Cougar A400 zwar gut da, kann sich jedoch nicht gegen den Cougar Abkömmling durchsetzen.

Vergleich: Roundup

Nachdem wir das Cougar A400 im Duell gesehen haben, brauchen wir natürlich auch einen übersichtlichen Vergleich zu Netzteilen mit einem anderen maximalen Leistungs-Output und unterschiedlichem Effizienzgrad. Zu diesem Zwecke verwandten wir wieder unser Testsystem, welches wir zuvor schon genutzt haben, und testeten unter den gleichen Bedingungen, also dem gleichzeitigen Betrieb von Prime95 und Furmark, den Verbrauch der Netzteile. Außerdem überprüften wir wieder die Lautstärke des Lüfters und horchten zudem, ob Spulenfiepen in nächster Nähe vorhanden ist. Folgend ergab sich das Ergebnis, hier in einer Tabelle aufgeführt.

Tabellarischer Vergleich

80 Plus Bronze Verbrauch Lüfter Nebengeräusche Temperatur
Cougar A 400
400W
Max.: 415,7 W
Min.: 411,3 W
Hörbarer Lüfter Kein Spulenfiepen Leichte Wärmeentwicklung
Enermax Pro82+
425W
Max.: 421,1 W
Min.: 416,8 W
Hörbarer Lüfter Extrem leises Spulenfiepen Leichte Wärmeentwicklung
Antec TruePower New TP-550
550W
Max.: 407,8 W
Min.: 405,1 W
Hörbarer Lüfter (Last)
mäßig hörbar (Idle)
Deutlich hörbares Spulenfiepen Keine bis leichte Wärmeentwicklung
80 Plus Gold Verbrauch Lüfter Nebengeräusche Temperatur
Seasonic X-400FL
400W
Max.: 392,8 W
Min.: 389,8 W
kein Lüfter vorhanden Hörbares Spulenfiepen Starke Wärmeentwicklung
Seasonic X-560
560W
Max.: 390,0 W
Min.: 387,9 W
kaum hörbar (wenn aktiv) Leises Spulenfiepen Spürbare Wärmeentwicklung
Enermax Modu87+
500W
Max.: 392,9 W
Min.: 389,4 W
durchgehend leise Hörbares Zierpen;
Sehr leises Spulenfiepen (Idle)
Spürbare Wärmeentwicklung
In der Gesamtbetrachtung können sich die beiden Probanten natürlich nicht gegen die Mitbewerber der höheren Leistungsklassen bzw. mit einer 80 Plus Gold Zertifizierung durchsetzen. Jedoch ist das auch nicht das gesetzte Ziel dieser beiden Netzteile, denn sie sollen den günstigeren Markt der niedrigen Leistungsklasse betreten und dort mit einer ordentlichen Effizienz aufwarten. Außerdem kann man wieder nur betonen, dass das Cougar A 400, wie auch das von uns getestete Cougar GX G600, kein Spulenfiepen erzeugt, weshalb die Cougar-Netzteile in dieser Disziplin immer die Nase vorne haben. Weiterhin erkennen wir auch, dass sich die Netzteile mit leiseren Lüfter, die sich meist in den höheren Effizienzgraden anfinden lassen, eine höhere Wärmeentwicklung aufweisen. Hingegen bleiben die andere Netzteile durch ihren schneller laufenden Lüfter kühler. Hier verweisen wir wieder darauf hin, auf einen besseren Mix beider Seiten hinzuarbeiten.

Diagramm

Noch einmal zur Verdeutlichung ein Diagramm mit der Leistung, die die verschiedenen Netzteile im Durchschnitt verbraucht haben:
Um eine sichere und unverfälschte Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir uns dazu entschlossen, die Abszisse von 0 Watt beginnend bis zu 450W zu zeichnen, damit der Größenvergleich der Balken im Verhältnis stimmt, wodurch es nicht fälschlicherweise zu Annahmen kommen kann, die wahrnehmungsbedingt eine falsche Interpretation zulassen.

Fazit

Note 1minus Insgesamt ist das Cougar A400 ein grundsolides, sehr gutes Netzteil, das in den Bereichen der Effizienz mit einer 80+ Bronze Zertifizierung überaus gute Werte erzielt, Maßstäbe setzt und dadurch die Konkurrenz aus der Bahn wirft sowie auch durch die gute Verarbeitung und den damit verbundenen Betrieb ohne Spulenfiepen bei einer guten Lüfterlautstärke und geringer Temperaturentwicklung aus der Masse heraussticht. Alle Faktoren werden zudem durch den äußerst günstigen Preis von nur etwa 45€ (Geizhals) begünstigt, weshalb dieses Netzteil auf jeden Fall eine Empfehlung verdient hat.
Pro und Kontra
Positives
  • Gute Verarbeitung
  • Kein Spulenfiepen
  • Solider Lieferumfang
  • Sehr gute Effizienz
Negatives
  • Lüfter gut hörbar
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